Übersicht: Welche Vielfliegerprgramme erheben keine Treibstoffzuschläge?




Bei welchen Vielfliegerprogrammen ihr nur sehr geringe Gebühren zahlen müsst!

Allgemeines:

Treibstoffzuschläge, auch generell als Gebühren bekannt, erweisen sich bei der Buchung von Prämientickets immer öfter als Ärgernis. Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, den Treibstoffzuschlag zu umgehen und welche Vielfliegerprogramme bieten diese Möglichkeit?

Wer mit dem Meilen sammeln anfängt, der stellt sich oft die Frage, welches Vielfliegerprogramm das Richtige für ihn ist. Um das herauszufinden, gibt es zahlreiche Wege. Sicherlich sind die Sammelmöglichkeiten dabei eines der wichtigsten Kriterien. Trotzdem lohnt es sich auf andere Aspekte eines Vielfliegerprogramms zu achten. Wer von Euch seine Meilen etwa dazu nutzen möchte, um in den Genuss von Prämienflügen zu kommen, sollte sich auch Gedanken darüber machen, wie die Einlösung funktioniert und was zur Buchung eines Prämienflugs notwendig ist. Denn der Großteil der Airlines verlangt neben den Meilen leider auch nicht zu vernachlässigende Zuzahlungen in Form von Steuern & Gebühren.

Diese Zuzahlungen verstecken sich hinter dem Begriff der Steuern & Gebühren. Diese Kosten müsst Ihr meist immer zahlen. Dabei ist es unerheblich, ob Ihr das Ticket ganz regulär bucht und kauft oder ihr ein Meilenticket über ein Vielfliegerprogramm bucht. Einer der größten Posten innerhalb dieser Zuzahlungen ist der Treibstoffzuschlag, auch als Internationaler Zuschlag bekannt. Was sich dahinter verbirgt und bei welchen Vielfliegerprogrammen Ihr mit niedrigen Zuzahlungen rechnen könnt, das lest Ihr in unserem Beitrag.

  • Steuern und Gebühren grundsätzlich auch bei Meilentickets

Die Zusammensetzung von Flugpreisen ist ein sehr komplex. Dazu lest ihr in einem seperaten Beitrag mehr. Im Bereich der bezahlten Tickets bestimmen nicht zuletzt die Buchungsklassen die Höhe des Flugpreises. Wer dagegen einen Flug mit Meilen bucht, muss sich leider oft mit eingeschränkten Verfügbarkeiten und teils stark variierenden Schwankungen im Meilenwert herumschlagen statt mit den Buchungsklassen. Zahlreiche Airlines setzen mittlerweile auf variable Meilenwerte und weichen damit von festen Award Charts ab, aus denen sich schnell erkennen lässt, wie viele Meilen für welche Strecke anfallen. Das Gleiche ist übrigens auch im Vielfliegerprogramm Miles & More geplant.

Eines haben bezahlte Tickets und Meilentickets aber immer gemeinsam: Ihr müsst Steuern & Gebühren zahlen. Sind diese bei bezahlten Tickets in der Regel im ausgewiesenen Endpreis eingerechnet, kommen diese bei Meilentickets zusätzlich obendrauf und werden separat ausgewiesen und berechnet. Dabei schwankt die Höhe dieser Zuzahlungen teils stark. Der Hintergrund dafür sind verschiedene Steuern & Gebühren, die je nach Airline, Strecke und Land erhoben werden. Schaut man sich die Steuern & Gebühren verschiedener Flüge einmal näher an, fällt schnell auf, dass der Treibstoffzuschlag mit meist besonders hohen Kosten verbunden ist.

  • Was genau bedeutet nun Treibstoffzuschlag?

Hinter dem Treibstoffzuschlag verbirgt sich keine wirkliche Steuer oder Gebühr. Denn anders als die anderen Posten wird der Treibstoffzuschlag, der bei einigen Airlines auch Internationaler Zuschlag oder „Carrier imposed surcharge“ heißt, nicht an eine andere Stelle oder Institution abgeführt. Andere Gebühren wie Sicherheitsgebühren oder Steuern werden an Flughäfen, den Staat oder andere Institutionen abgeführt. Der Treibstoffzuschlag verbleibt jedoch bei der Airline.

Somit ist der Treibstoffzuschlag eigentlich eine kleine Mogelpackung. Denn die Zuordnung zum Bereich der Steuern & Gebühren zeigt uns Kunden nämlich, dass der Zuschlag ebenfalls abgeführt wird. In Wahrheit verbleibt dieser aber bei der Airline. Ursprünglich eingeführt wurde der Zuschlag, damit Airlines besser auf Schwankungen des Ölpreises reagieren können. Obwohl der Ölpreis in den vergangenen Jahren jedoch tendenziell stets gesunken ist, ist der Treibstoffzuschlag bei Airlines ziemlich konstant geblieben. Für die Airlines lohnt sich das. Mit dem Treibstoffzuschlag haben die Airlines so mittlerweile eine milliardenschwere weitere Einnahmequelle etabliert.

Und das ist gerade für Meilensammler besonders ärgerlich. Denn wie bereits angesprochen, fallen die Steuern & Gebühren immer an. Also auch dann, wenn Ihr ein Meilenticket bucht. So werden auch Meilenflüge gerne und schnell teurer als man anfangs vermutet hätte. Ganz besonders ersichtlich wird dies beispielsweise bei Meilenflügen in der Economy Class nach Nordamerika. Je nach Airline fallen hier die Steuern & Gebühren fast genauso hoch aus wie ein bezahltes Ticket, wenn nicht sogar teilweise noch mehr. Nicht zuletzt deshalb lohnt sich die Einlösung von Meilen für Tickets in der Economy Class nur in den wenigsten Fällen.

  • Lässt sich der Treibstoffzuschlag umgehen?

Es gibt Wege, weniger Zuzahlungen zu leisten. Ganz grundsätzlich stehen Euch dabei drei Optionen zur Verfügung:

  1. Die erste Möglichkeit ist die meist unpraktischste für Meilensammler. Es gibt Länder, die das Erheben des Treibstoffzuschlags gänzlich verbieten. Zu diesen Ländern gehören unter anderem Brasilien, die Philippinen und Neuseeland. Doch in einem anderen Land, insbesondere in einem solch entfernten, zu starten, ist in der Regel mit großem Aufwand und nicht zuletzt auch mit Kosten verbunden, sodass sich der Start in einem anderen Land unter Umständen nicht einmal rechnet.
  2. Möglichkeit 2 ist es eine Airline zu buchen, die generell keine Treibstoffzuschläge erhebt. Dazu gehören u.a. Avianca, LATAM sowie Singapore Airlines. Denn Airlines, die keine Treibstoffzuschläge erheben, können diese auch nicht an Kunden weitergeben, wenn diese ein Meilenticket kaufen.
  3. Schließlich gibt es noch die dritte Möglichkeit, auf das richtige Vielfliegerprogramm zu setzen. Dies ist vermutlich die einfachste und praktischeste Option. Neben Airlines, die keine Treibstoffzuschläge erheben, gibt es nämlich zahlreiche Vielfliegerprogramme, die Treibstoffzuschläge nicht an ihre Kunden weitergeben, wenn diese ein Meilenticket buchen. Teilweise ist das sogar dann der Fall, wenn die Airline, mit der Ihr fliegt, eigentlich Treibstoffzuschläge erhebt. Das ist Kundenservice und einige Vielfliegerprogramme bieten diesen Service nach wie vor an.

 

  • Welche Vielfliegerprogramme geben denn den Treibstoffzuschlag nicht weiter?

Zugegeben, die Zahl der Vielfliegerprogramme, die Treibstoffzuschläge nicht weitergeben, ist recht übersichtlich. Gerade einmal vier der beliebten Programme verzichten auf eine Weitergabe. Besonders hervorzuheben sind dabei das MileagePlus-Programm von United Airlines sowie das Vielfliegerprogramm LifeMiles von Avianca. Beide Vielfliegerprogramme geben grundsätzlich keine Treibstoffzuschläge an ihre Kunden weiter, wenn Ihr dort ein Meilenticket bucht.

Auch zwei weitere amerikanische Vielfliegerprogramme geben Treibstoffzuschläge in vielen Fällen nicht weiter. Das AAdvantage Programm von American Airlines erhebt in der Regel keine Treibstoffzuschläge. Eine Ausnahme sind allerdings Flüge mit British Airways und Iberia. Hier werden die Treibstoffzuschläge tatsächlich an den Kunden weitergegeben. So sieht es auch bei Alaska Airlines aus. Wollt Ihr im Programm Mileage Plan mit British Airways, Hainan Airlines oder Icelandair fliegen, gibt Mileage Plan die Treibstoffzuschläge an Euch weiter. Bei Buchungen von anderen Airlines wird der Treibstoffzuschlag nicht erhoben. Für uns Europäer sind diese Einschränkungen dennoch besonders bitter, denn vor allem Flüge mit British Airways und Iberia gehören zu den beliebtesten Einlösungen der jeweiligen Vielfliegerprogramme. Das macht das sonst so beliebte Programm Mileage Plan leider etwas schlechter.

  • Welche Vielfliegerprogramme erheben einen Treibstoffzuschlag?

Leider deutlich länger ist die Liste der Vielfliegerprogramme, die Treibstoffzuschläge grundsätzlich weitergeben. Hier sei allerdings gesagt, dass die Höhe der Treibstoffzuschläge nach Vielfliegerprogramm teils stark schwankt. Das wiederum liegt an der Airline, mit der Ihr fliegt und mit welcher ihr einen Prämienflug bucht.

Hohe Treibstoffzuschläge bei British Airways Executive Club & Lufthansa Miles & More

Eine besonders negative Ausnahme ist hier leider Miles & More. Denn Deutschlands beliebtestes Vielfliegerprogramm ist ohnehin schon für hohe Zuzahlungen bekannt. Doch Miles & More geht noch weiter und erhebt sogar für Flüge Treibstoffzuschläge, die mit Airlines durchgeführt werden, die eigentlich gar keinen Treibstoffzuschlag berechnen. Die Rede ist hier vor allem von United Airlines. Für Transatlantikflüge mit United Airlines, welche Ihr über Miles & More bucht, zahlt Ihr immer einen Treibstoffzuschlag, den Miles & More auf dem Niveau der Lufthansa Flüge ansetzt. Deutlich günstiger ist es also, die jeweiligen Flüge über das eigene Vielfliegerprogramm MileagePlus von United zu buchen.

Doch Miles & More ist nicht das einzige Vielfliegerprogramm, welches einen solchen negativen Weg geht. Denn neben Miles & More ist auch der British Airways Executive Club für, insbesondere auf der Langstrecke, hohe Zuzahlungen bekannt. Besonders hoch sind diese für Transatlantikflüge. Und das selbst dann, wenn Ihr über den Executive Club Flüge mit American Airlines bucht. Die Airline selbst erhebt eigentlich gar keine Treibstoffzuschläge. Doch der British Airways Executive Club schlägt diese trotzdem auf und passt die Zuzahlungen damit dem Niveau der eigenen Flüge an. Dennoch gibt es in beiden Fällen auch Beispiele, die anders ausfallen.

Miles & More etwa erhebt keine Treibstoffzuschläge bei Flügen mit Eurowings, obwohl es sich um eine vollwertige Tochter der Lufthansa handelt. Auch bei Flügen mit Singapore Airlines fallen beispielsweise keine Zuschläge an. Gleichzeitig nimmt auch der British Airways Executive Club nicht immer entsprechende Zuschläge, wie zum Beispiel bei Flügen mit Cathay Pacific.

Keine Treibstoffzuschläge bei SAS, Iberia und Singapore Airlines

Neben negativen Beispielen gibt es aber auch einige positive Beispiele. Dazu gehört etwa Iberia Plus, welches Treibstoffzuschläge zwar grundsätzlich weiter gibt, allerdings nicht für Flüge, die von Iberia selbst durchgeführt werden. Und das, obwohl Iberia auf normalem Weg Treibstoffzuschläge erhebt.

Ganz ähnlich verhält es sich auch bei SAS in deren Programm EuroBonus. Das beliebte Vielfliegerprogramm der skandinavischen Airline gibt Treibstoffzuschläge im Normalfall ebenfalls weiter. Ausnahme auch hier: Wenn Ihr mit SAS selbst unterwegs seid. Auch SAS erhebt eigentlich Treibstoffzuschläge, wenn Ihr ein bezahltes Ticket kauft. Hier kommt man den eigenen Kunden aber sehr entgegen und verzichtet auf die Zuzahlung bei Prämientickets, die über das eigene Vielfliegerprogramm gebucht werden. Toller Service!

Die dritte positive Ausnahme gibt es beim Vielfliegerprogramm von Singapore Airlines. KrisFlyer gibt Treibstoffzuschläge zwar grundsätzlich bei Meilentickets weiter, wenn Ihr dort einen Flug mit einer anderen Airline der Star Alliance bucht. Bucht Ihr dagegen einen Flug mit Singapore Airlines selbst, fallen keine Treibstoffzuschläge an. Das liegt ganz einfach daran, dass Singapore Airlines schon als Airline selbst keine Treibstoffzuschläge erhebt; somit kann also dieser auch weitergegeben werden.

  • Diese Programme geben den Treibstoffzuschlag grundsätzlich weiter

Abseits der positiven und negativen Beispiele geben die folgenden Vielfliegerprogramme Treibstoffzuschläge der jeweiligen Airlines grundsätzlich weiter:

  • Aegean Miles+ Bonus
  • Air France – KLM Flying Blue
  • Asiana Club
  • Cathay Pacific Asia Miles
  • Emirates Sykwards
  • Finnair Plus
  • Qatar Airways Privilege Club
  • Turkish Airlines Miles & Smiles
  • FunTraveller24-Fazit welche Vielfliegerprgramme erheben keine Treibstoffzuschläge:

Wer versucht den teilweise horrenden Treibstoffzuschlägen zu entkommen, der kann sich bei der Wahl des richtigen Vielfliegerprogramms nur auf MileagePlus von United Airlines sowie LifeMiles von Avianca verlassen. Denn diese Programme sind die einzigen, bei denen Ihr nie einen Treibstoffzuschlag zahlen müsst, egal ob Ihr mit United Airlines, Lufthansa oder Avianca selbst unterwegs seid. Die meisten anderen Vielfliegerprogramme schützen Euch dagegen nicht vor Treibstoffzuschlägen. Insbesondere die großen europäischen Vielfliegerprogramme geben Treibstoffzuschläge in der Regel an Kunden weiter, sodass Ihr diese auch bei der Buchung von Prämientickets zahlen müsst. Dennoch lohnt sich ein Blick auf das Programm EuroBonus von SAS und Iberia Plus, denn diese beiden Programme geben zumindest dann keine Treibstoffzuschläge weiter, wenn Ihr mit SAS bzw. Iberia selbst fliegt, also den „Eigentümern des Programms“. In anderen Fällen lohnt es sich, mit Airlines zu fliegen, die grundsätzlich keine oder nur geringe Treibstoffzuschläge erheben, wie etwa Singapore Airlines. Bei einer Buchung von Singapore Airlines im Miles&More Programm fallen besipielsweise auch keine Zuschläge an.

Mehr dazu lest ihr auch in sepearaten Beiträgen in unserem großen GUIDE „Rund um Miles & More“

Ab sofort keinen TOP-DEAL mehr verpassen!

Gefällt euch dieser Beitrag? Dann abonniert noch heute Funtraveller24 und Hot Holiday Deals auf Facebook und tretet unserer Facebookgruppe FunTraveller24-Club bei, so verpasst Ihr garantiert keinen Deal und erfahrt als Erstes von den besten Schnäppchen, tollen Reviews und anderen wertvollen Tipps und News rund ums Fliegen, Reisen & Meilensammeln!

Share with:

FacebookEmail this page


Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.