Trip Report Tarifa und Gibraltar: Walewatching, Affenfelsen, Traumaussichten und natürlich Shopping

Tarifa, die Stadt die als Geheimtipp gilt, und Gibraltar, Staat am südlichsten Punkt von Europa: Walewatching, Affenfelsen, Shopping und Traumaussichten




Im Rahmen unserer Wochenendreise an die Costa del Sol im September fuhren wir nach unserem Kurzbesuch in der Stadt Tarifa, welche als Geheimtipp für´s Walewatching gilt, nach Gibraltar um uns dort den Affenfelsen und die Stadtmitte anzuschauen.

Diese Wochenendreise haben wir übrigens komplett mit Meilen aus dem Vielfliegerprogramm  Miles&More bezahlt, für den Business Class Flug hin von Hannover über München nach Malaga (mit Lufthansa), die ihr hier als Flug-Reviews ansehen könnt, und zurück von Malaga über Zürich nach Hannover (mit Swiss) haben wir 25000 Prämienmeilen benötigt, dazu kamen noch einmal knapp 140 Euro an Steuern & Gebühren, die zwei Hotelübernachtungen im Hilton Garden Inn in Malaga haben wir mit Punkten aus dem HiltonHonors Treueprogramm gezahlt, somit hat uns dieser Wochenendtrip 140 Euro plus 30 Euro für den Leihwagen (3 Tage) gekostet, also pro Person 170 Euro für Business Class Flüge ab Hannover (unser Heimatflughafen) und 2 Nächte in einem guten Hilton Garden Inn Hotel. Wenn ihr das auch wollt und wissen möchtet wie so etwas geht und was man beachten muss lest bitte hier unseren Beitrag „Mit Payback und Miles&More zum ersten Freiflug“ und wenn ihr dauerhaft erfolgreich Meilen sammeln wollt findet ihr hier ebenfalls einen interessanten Beitrag!


In Tarifa konnten wir leider nicht am Walewatching teilnehmen weil es zu unserem Zeitpunkt extrem windig war und somit die Boote ab dem späten Vormittag nicht mehr ausgelaufen sind, die Verkaufsbüros der Anbieter für diese Fahrten waren dementsprechend meist geschlossen, eins hatte noch auf und dort haben wir nachgefragt ob es noch möglich sei eine Fahrt mitzumachen; diese Frage wurde leider mit Hinweis auf den extremen Sturm (es herrschte eine Windgeschwindigkeit von knapp 120 km/h) verneint. Schade!


Walewatching: leider aufgrund des extremen Sturms geschlossen

Daraufin gingen wir noch kurz zum Strand von Tarifa, welcher traumhaft schön ist und wo es auch, trotz der sehr hohen Temperaturen von knapp 31 Grad, komischerweise realtiv leer war. Das Wasser war komischerweise auch sehr kalt, ob es wohl daran liegt, das wir nur tropische Gewässer gewohnt sind? Ich weiß es auch nicht, aber wir waren immerhin bis zu den Kniescheiben im Wasser..


Nachdem wir dann mit dem „Baden“ fertig waren begaben wir uns an der alten Festung von Tarifa zurück zu unserem Leihwagen, den wir mitten in einem Kreisel geparkt hatten, weil es weit und breit keinen Parkplatz bei unserer Ankunft gab, ich möchte nicht wissen was hier für ein Verkehrschaos herrscht wenn Hauptsaison ist!



Nachdem wir am Auto zurück waren haben wir uns auf die Fahrt nach Gibraltar gemacht, es war nun noch realtiv früh, ich meine gegen 12.00 Uhr, und so konnten wir uns noch ein leckeres Mittagessen im Lidl Markt um die Ecke kaufen. Die Auswahl an Snacks im Lidl Markt war nun nicht so prickelnd und so mussten wir mit kalten Bockwürstchen und Senf Vorlieb nehmen, welche wir am Auto gegessen haben.



Nach dem kurzen Stop haben wir uns dann auf die knapp 30 minütige Fahrt nach Gibraltar gemacht, es sind ca 55 km und man fährt über traumhafte Berge zurück zur Autobahn 7, der E15, auch genannt die „Autopista Mediterrana„! Die Fahrt führte uns durch eine einzigartige Landschaft vorbei an unzähligen Windrädern direkt an die Grenze nach Gibraltar, wo wir schon die Autoschlangen bei der „Ausreise“ sahen.



Fotostop am Aussichtspunkt:

…was für ein Blick
…und weiter geht´s nach Gibraltar

Gibraltar ist ein eigenständiger Staat unter englischer Verwaltung, der Staat zählt ca. 38600 Einwohner, die meisten Menschen, die in Gibraltar arbeiten, kommen jedoch aus Spanien und pendeln täglich über die Grenze, weil die Mietpreise in Gibraltar unheimlich hoch sind. Bezahlt wird grundsätzlich in englischen Pfund, Euro wird aber überall angenommen, lest euch aber unsere Tipps zum Ende des Trip-Reports durch um böse Überraschungen zu vermeiden. Gibraltar ist steuerfrei, also eine Tax-free Zone, dementsprechend kann man dort drüben auch preisgünstig Zigaretten, Alkohol, Luxusgüter und vieles mehr einkaufen und vor allem kann man dort günstig tanken: umgerechnet 1,20 Euro kostete der Liter Super, das ist zwar billig, aber dafür das es steuerfrei ist dann auch nicht mehr wirklich, aber egal tanken mussten wir sowieso und deshalb nutzen wir dies gleich aus.

Das sind schöne Preise..

Und natürlich ist eines klar: wenn in einem Nachbarland günstig eingekauft werden kann und billig getankt werden kann sind die Kontrollen an der Grenze streng, so mussten wir bei der Ausreise aus Spanien unsere Reisepässe vorzeigen, bei der Einreise nach Spanien wurde unser Auto vom spanischen Zoll intensiv unter die Lupe genommen. Aber da wir ja ehrlich sind hatten wir zwei Stangen Zigaretten und 2 Liter Alkohol dabei, Luxusgüter sind in Gibraltar nicht wirklich günstiger als bei uns.


Nachdem wir dann erfolgreich „eingereist“ sind und die Fahrt über die Start- und Landebahn des Flughafens frei war begonnen wir mit der Parkplatzsuche, was in Gibraltar eine echte Herausforderung ist. Nahezu alle Parkplätze sind für die Residents, also die Einheimischen, reserviert, was ja auch logisch zu sein scheint, denn Platz ist in Gibraltar „Mangelware“ und daher ist es nur logisch das alle Parkplätze den Einheimischen vorbehalten sind, wo wir dennoch günstig parken konnten und das ohne die Gefahr abgeschleppt zu werden lest ihr am Ende in unseren Tipps.

Die Grenze zwischen Spanien und Gibraltar
Fahrt über die Start- und Landebahn…
…ins Parkhaus,…
…wo die Parkboxen auch nicht besonders groß sind!


Probe Tageszeitungen 468x60


Als wir unser Auto dann erfolgreich und sicher parkten machten wir uns auf zum „Marktplatz“, der Anlaufpunkt in Gibraltar, dieser lag auch nur 4 Gehminuten von unserem Auto entfernt, genial! Zuerst guckten wir in einigen Geschäften nach Sportbekleidung von Nike, Adidas und Co., die sollten hier besonders günstig sein. Dem war nicht so und wir hätten die gleichen Preise wie in Deutschland zahlen müssen, dann kaufe ich lieber hier in Deutschland ein und sichere mir so noch zahlreiche Punkte bei Payback.


Nachdem wir dann unsere Zigaretten und unsere etwas wertvolleren Spirituosen für die Vitrine gekauft haben ging es erst einmal zu Burger King, nun hatten wir Hunger und die Preise in den anderen Restaurants  waren alles andere als moderat, zwei Retaurants riefen für ein 180 Gramm Rib-Eye-Steak mit Pommes oder andere Beilage nach Wahl umgerechnet 24 Euro auf, was für mich als auch für Thomas zu teuer war, ich gebe gerne Geld für gutes Essen aus, aber so vornehm bzw gut sahen die Restaurants nun auch nicht wieder aus, dazu hätte noch ne Coke 0,4 Liter 5 Euro gekostet, also ab zu Burger King und nen King Deal für 5 Euro pro Person geholt, Bingo!

Burger King geht immer..

Nachdem wir dann fertig gegessen hatten sind wir durch die Shoppingmeile und Fußgängerzone vorbei an unzähligen verführerischen Geschäften in Richtung Seilbahn gegangen, von wo aus günstige Touren im Minibus auf den Affenfelsen starten, in den Tipps zum Ende von diesem Trip-Report verraten wir euch wo ihr diese findet und was diese kosten. Eine Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn auf den Felsen hätte pro Person 18 Euro gekostet, ein Wahnsinns Preis nur für die Fahrt.


Nach ca. 45 minütigem entspannten Fußweg standen wir nun am Eingang der Seilbahn, als wir schon die Promoter von der Firma gesehen haben, über welche uns im Vorfeld positiv berichtet worden ist.

Station der Seilbahn
Feuerwache von Gibraltar unmittelbar an der Seilbahn

Also haben wir gewartet bis der Minibus voll war, was gott sei Dank nicht lange dauerte, denn unmittelbar nach uns kam eine Famile aus Lettland die ebenfalls diese Tour mitmachen wollte. Bei diesen Touren handelt es sich nicht um die offiziellen Touren, welche ihr in den Büros in der Fußgängerzone oder am Marktplatz buchen könnt, denn diese kosten zum Teil knapp 50 Euro pro Person und sind nicht so spannend wie unsere Tour. Ihr bezahlt übrigens bei der Firma welche für uns gefahren ist am Ende der Tour direkt in bar beim Guide und es handelt sich bei diesen Anbietern nicht um „schwarze Schafe“, sondern um Kleinunternehmer welche zugelassen sind und zu zweit oder dritt arbeiten indem sie die zweistündigen Touren selber, in tageweise gemieteten Kleinbussen, durchführen; bei den großen Anbietern muss wohl ein hohes Gehalt für alle Guides gezahlt werden und zwar auch an den Tagen wo nicht so viel in Gibraltar los ist, deshalb ist es bei diesen großen Firmen auch deutlich teurer.




Die Tour führte uns vorbei an der einzigen Moschee in Gibraltar, immerhin leben knapp 800 Moslems in Gibraltar, und diese wurde vom saudischen Herrscher erbaut. Nach einem kurzen Fotostop ging es durch zahlreiche Tunnel in Richtung Affenfelsen, unterwegs hielten wir noch zweimal für jeweils 5 Minuten für einen Fotostop, das Schöne bei dieser Tour war, das der Guide sehr viele Hintergrundinformationen bereit hielt und diese immer wieder, verbunden mit einigen Witzen, an uns weitergab. So fuhren wir, vorbei am Schwimmbad mit dem wohl besten Ausblick (für Einheimische) und vorbei am ältesten Leuchtturm Europas, auch durch den Tunnel wo vor einigen Jahren schon fast James Bond gestorben wäre, und erreichten nach ca. 30 Minuten den Affenfelsen, wo wir für ca. 15 Minuten hielten, der Guide kaufte vorher noch Erdnüsse und so war es ein Vergnügen für uns alle die einzigen freilebenden Affen Europas aus nächster Nähe betrachten zu können, der Minibus der Tour vom offiziellen Anbieter hingegen fuhr nur vorbei und die Touristen guckten nur ganz neidisch..

…durch die Tunnel hoch zum Affenfelsen

Erst einer…
…und dann wurden es immer mehr..

Nachdem wir dann die Affen gefüttert hatten und diese gar nicht mehr weg von uns wollten setzten wir unsere Fahrt fort und fuhren wieder bergab zur Seilbahn, unterwegs hielten wir noch einmal an einem Aussichtspunkt mit phänomenal tollem Blick über Gibraltar und den Flughafen, der täglich von bis zu 6 Flügen von British Airways aus England genutz wird, er gilt aufgrund der seitlichen Winde, auch Crosswinds genannt, als einer der schwersten Flughäfen Europas.

Warum laufen? Und runter wollten sie auch nicht mehr


Blick auf Gibraltar und die Start- und Landebahn des Airports



Nach knapp 2 Stunden Rundfahrt trafen wir dann wieder unten ein und übergaben dem Fahrer die Gebühr  für die Fahrt: 20 Euro je Person, günstiger geht es nicht, in den unten stehenden Tipps erhaltet ihr genauere Informationen wie ihr diesen Anbieter finden könnt und wie er heißt.


Auch das Busnetz in Gibraltar ist gut..und vor allem: freundliche Fahrer


Nun machten wir uns auf den Rückweg zum Marktplatz und unserem Auto, tranken unterwegs noch einen Kaffee und veließen Gibralter gegen 18.30 Uhr am Abend über das Airfield, die Schranken gingen leider gerade hoch, was ich sehr schade fand, so hätte gerne noch ein Foto von der vor uns rollenden Boeing 737 von British Airways gemacht, das hat man ja auch nicht alle Tage das man mit dem eigenen Auto die Start- und Landebahn eines kommerziellen Airports kreuzt.


Zurück an der Grenze, welche nur ca. 500 Meter hinter dem Airport liegt, wurden wir noch kurz vom Zoll kontrolliert und konnten danach wieder in Spanien einreisen. Von dort ging dann die Fahrt vorbei an Estepona und Marbella, wo wir noch einen ausgiebigen Spaziergang am Yachthafen Puerto Banus mit seinen unzähligen Bentleys, Masseratis und Ferraris machten und uns die Megayachten der High Socitey anguckten sowie dem regen Treiben der „feiernden Oberschicht“ Aufmerksamkeit schenkten, leider ist unsere Speicherkarte kaputt gegangen und die Fotos vom Yachthafen sind nicht wiederherstellbar, zwei Bilder konnten wir noch retten:


Gegen 23.30 Uhr und nach einem leckeren Eisbecher bei Godiva fuhren wir dann zurück an Torremolinos vorbei zu unserem Hotel Hilton Garden Inn in Malaga, wo wir gegen 00.15 Uhr eingetroffen sind, die Entferung von Malaga nach Marbella beträgt ca. 40 Kilometer.

unser Hotel in Malaga

FunTraveller24 Trip-Repot Fazit und FunTraveller24 Tipps:

Insgesamt ein ganz toller und spannender Tag, der auch anstrengend war, aber wer etwas sehen möchte muss bereit sein früh morgens das Hotel zu verlassen und abends wiederzukommen.


TIPP 1 Tagesplanung:

Wenn ihr die beiden Städte bzw. die Stadt Tarifa und den Staat Gibraltar an einem Tag erleben wollt und in Tarifa an der 2 stündigen Bootsfahrt zum Walewatching teilnehmen wollt empfehlen wir euch morgens gegen 7.30 Uhr in Malaga los zu fahren so das ihr gegen 09.30 Uhr in Tarifa ankommt und nach der Bootstour gegen 12.30 Uhr weiter nach Gibraltar fahrt wo ihr dann um ca. 13.30 Uhr eintreffen werdet.

Solltet ihr vorhaben ausgiebig in Gibraltar shoppen und essen zu gehen und an einer Tour auf den Affenfelsen teilzunehmen empfehlen wir euch einen ganzen Tag für Gibraltar einzuplanen, denn die Auswahl an tollen Geschäften ist sehr groß und man kann dort einige Stunden verbringen, wenn man das denn möchte.


TIPP 2 Parken in Gibraltar:

Wenn ihr mit dem Auto nach Gibraltar fahren wollt und nicht wie die breite Masse an Touristen welche zu Fuß über die Grenze gehen haben wir folgenden Parktipp für euch: Ihr fahrt über das Airfield, also die Start- und Landebahn und fahrt dann am nächsten Kreisel die erste Ausfahrt rechts raus, nach ca. 600 Metren kommt auf der linken Seite ein Parkhaus, welches zwar sehr eng ist, aber genug Stellplätze für Touristen anbietet, der Preis pro Stunde beträgt umgerechnet 3 Euro, was sehr günstig ist wenn man einmal bedenkt das ihr sonst keinen Parkplatz in Gibraltar finden werdet, da alle für die Residents reserviert sind und die Polizei bei spanischen Kennzeichen rigoros abschleppen lässt, also ab ins Parkhaus und sicher und relativ günstig parken. 


TIPP 3 Bezahlen in Gibraltar:

Der Parkautomat akzeptiert Pfund, Euro und Kreditkarte, wir wollten die Auslandseinsatzgebühr unserer Kreditkarte sparen und entschieden uns somit für eine Zahlung mit Euro, da wir keine Pfund hatten. Das war eine schlechte Entscheidung, denn: das Wechselgeld kommt in Pfundmünzen, mit welchen ihr dann beim Verlassen von Gibraltar nicht mehr viel anfangen könnt; zahlt also den Parkautomaten mit lieber eurer Kreditkarte!


TIPP 4 Tour Affenfelsen:

Wie wir im Beitrag schon geschrieben haben lohnt es sich nicht viel Geld für eine offizielle Tour in den Buchungsbüros auf der Strasse zu buchen, sondern geht lieber zu Seilbahn und haltet dort Ausschau nach den kleinen weißen Minibussen, dort werdet ihr meistens auch schon direkt von den Fahrern angesprochen. Eine Tour bei diesen Firmen dauert ca. 2 Stunden und kostet 20 Euro pro Person, bezahlt wird NACH der Tour direkt in Euro beim Fahrer; eine Tour bei den großen Anbietern kostet das Doppelte und ihr habt nicht so einen Spaß wie bei den kleinen Anbietern. Achtet darauf das die Fahrer, die gleichzeitig die Tourguides sind, einen Ausweis um den Hals hängen haben, dann sind es offizielle Anbieter.

Unser Tourguide und Fahrer hieß Malcom und seine Firma lautete „Rocky Monkey Gibraltar Tours“, wir haben eine Visitenkarte von ihm erhalten, wenn ihr seine Mobilfunknummer haben möchtet so nehmt bitte hier Kontakt mit uns auf und wir schicken euch dann seine Nummer per E-Mail.




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