Primera Air stellt Flugbetrieb ein

 

Die isländische Airline hat Insolvenz angemeldet





Die nordische Langstreckenairline Primera Air stellt den Betrieb ein. auf ihrer Webseite geben sie bekannt, dass die IATA-Codes zum 02. Oktober 2018 gepserrt und nicht mehr genutzt werden. Die isländische Fluggesellschaft steuerte 97 Ziele in über 20 Ländern an. Noch vor wenigen Wochen hatte die Fluggesellschaft Expansionspläne und kündigte neue Routen an.

Grund für die schlechte finanzielle Situation sei ein zehn Millionen Euro teurer Rostschaden an einer Maschine. Außerdem habe man zahlreiche Flugzeuge anmieten müssen, weil neue Maschinen nicht geliefert wurden.

Wer sich mit der Fluggesellschafft in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt hat, war sicherlich erstaunt. Erst Mitte 2017 hatte Primera Air eine neue Strategie bekanntgegeben, Langstreckenflüge im Billigsegment anbieten zu wollen. Diese sollten mit neuen Airbus A321 LR durchgeführt werden. Durch Auslieferungsengpässe der Maschinen und andere Probleme wurden die Flüge allerdings immer weiter verzögert.




Primera Air reiht sich in eine Liste europäischer Fluggesellschaften ein, die aufgeben mussten: Die britische Monarch Airlines hatte vor einem Jahr den Luftverkehr eingestellt. Auch bei Air Berlin war 2017 Schluss. Alitalia wurde im vergangenen Jahr unter Sonderverwaltung gestellt, nachdem die Belegschaft den letzten Rettungsplan abgelehnt hatten. Derzeit wird nach einem Käufer für Alitalia gesucht.

Es ist traurig aber Primera Air könnte sogar Niki und airberlin den Rang ablaufen was die schnellste Airline-Insolvenz angeht.

Im Kampf um Kunden drücken die Airlines immer neue Kapazitäten in den Markt. Wer aber nur auf Masse und günstige Tickets setzt kann auf Dauer nicht bestehen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ticketpreisen und Service im Flieger, wie zum Beispiel bei Qatar Airways muss gegeben sein.

Es bleibt zu hoffen, dass die Mitarbeiter  schnell woanders unterkommen.

 

 

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