Lufthansa, Swiss & Austrian: Handgepäcktarif zukünftig auch nach Afrika, Asien und Südamerika




Swiss, Lufthansa und Austrian Airlines: Kein Aufgabegepäck mehr im günstigsten Tarif – Handgepäcktarif nach Asien, Afrika und Südamerika verfügbar

Der sogenannte „Economy Light Tarif“ ist ab dem 30. Oktober 2019 sukzessive für weitere interkontinentale Strecken von Austrian Airlines, Lufthansa und Swiss verfügbar (in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 6. November). In Richtung Nordamerika gibt es diesen Tarif bereits seit dem Sommer 2018. Der Tarif richtet sich als günstigste Wahl an Passagiere, die nur mit Handgepäck reisen möchten und keine Flexibilität für ihr Ticket benötigen. Dennoch können Passagiere bei Bedarf gegen Gebühr ein Gepäckstück individuell dazu buchen. Mahlzeiten und Getränke an Bord bleiben für die Passagiere weiterhin kostenlos.

Der große Unterschied zwischen dem Light Tarif und einer bisherigen Buchung im niedrigsten Tarif der Lufthansa ist, dass kein Gepäckstück enthalten ist. Bislang war auf allen Langstrecken der Lufthansa sowie ihrer Töchter Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines ein Gepäckstück auch im niedrigsten Tarif enthalten – egal ob ihr direkt bei der Airline oder über ein Online-Reisebüro (OTA) bucht. Dieses Gepäckstück darf insgesamt 23 Kilogramm wiegen, sodass für einen klassischen Urlaub oder eine Geschäftsreise auf der Langstrecke stets ein ausreichendes Maß an Gepäck geboten wurde.

Damit ist es jetzt vorbei, denn wenn Passagiere einen Lufthansa-Flug auf der Langstrecke buchen, kostet Gepäck in Kürze extra. Umgesetzt wird die neue Regelung weltweit ab dem 30. Oktober 2019, für in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gebuchte Tickets gilt allerdings erst der 6. November 2019 als Stichtag.

Jetzt noch buchen um neue Regel zu umgehen

FunTraveller24-TIPP: Wer VOR dem Stichtag bucht, kann noch Tickets zu den alten Konditionen buchen, das heißt dass ihr auch im günstigsten Tarif Gepäckstück aufgeben dürft. Deshalb ist es auch durchaus ratsam noch vor diesem Datum zu buchen, denn auch wenn Lufthansa die Änderung natürlich als positiv verkauft, solltet ihr nicht erwarten, dass die Flüge günstiger werden. Stattdessen wird der Light-Tarif wohl großenteils preislich dem bislang niedrigsten Preis entsprechen, nur kostet dann zukünftig eben das Gepäckstück extra.

Buchen könnt ihr direkt auf der Webseite von Lufthansa

Mexiko, Japan, China & einige afrikanische Länder bleiben außen vor

Grundsätzlich sollen die neuen Gepäckregeln der Lufthansa weltweit gelten, doch keine Regel ohne Ausnahmen. Dies liegt wohl primär an der Partnerschaft mit verschiedenen internationalen Airlines, mit denen teilweise sogar ein Joint Venture besteht. Dahingehend ist eine Abschaffung des kostenlosen Gepäcks hier vermutlich gar nicht möglich. Dies betrifft primär die folgenden Länder:

  • China
  • Japan
  • Singapur
  • Südkorea

Darüber hinaus hat sich Lufthansa entschlossen das kostenfreie Gepäck in allen Tarifen auch in ausgewählten Ländern in Afrika weiterhin beizubehalten. Dies gilt laut den Kollegen von Travel-Dealz für die folgenden Länder in Afrika:

  • Angola
  • Äquatorialguinea
  • Äthiopien
  • Kenia
  • Nigeria
  • Tansania

Darüber hinaus sind auch Aserbaidschan sowie alle drei Ziele der Lufthansa Gruppe in Mittelamerika, also Mexiko, Panama und Costa Rica von der Neuregelung ausgeschlossen. Warum gerade diese Länder zukünftig auch weiterhin grundsätzlich nur mit Gepäck verkauft werden, hat die Lufthansa nicht bekanntgegeben, vermutlich liegt der Grund in den lokalen Marktbedingungen.

Lufthansa Gruppe nähert sich Low-Cost-Carriern weiter an

Mit den Änderungen bei der Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines und sogar der Premium-Marke Swiss nähert sich die Lufthansa Gruppe immer mehr dem an, was auch die Billigfluggesellschaften auf der Langstrecke bieten. Im niedrigsten Tarif sind zukünftig nicht nur Gepäckstücke kostenpflichtig, auch die Sitzplatzreservierung kostet seit Längerem extra. Der größte Unterschied findet sich primär noch darin, dass bei allen Airlines der Lufthansa anders als auf der Kurzstrecke auch weiterhin die Verpflegung kostenfrei ist.

Achtung: Ärgerlich ist auch die Tatsache, dass bei einer Buchung über ein Online Reisebüro oft nicht direkt einsehbar ist, ob es sich um einen Light-Tarif handelt oder nicht. Dieser muss nämlich nicht zwangsläufig günstig sein, es ist eben nur der niedrigste Tarif. Sichergehen könnt ihr hier wenn ihr Euch in der Buchungsmaske bei dem jeweiligen OTA die Gepäcksbestimmungen anzeigen lasst, daher empfehlen wir immer bei momondo oder skyscanner auf die Schaltfläche „Zum Angebot“ zu klicken um zu sehen ob im gewählten Tarif das Aufgabegepäck enthalten ist. Bei einer Buchung bei Lufthansa hingegen werden Euch die Gepäckregeln direkt angezeigt.

Für Vielflieger und Statusinhaber vorerst keine Änderungen

Vielflieger bleiben von den negativen Änderungen vorerst verschont. Schon seit der Einführung des Light-Tarif auf der Langstrecke können Inhaber von einem Lufthansa Senator Status oder einem Star Alliance Gold Status auch weiterhin ein Gepäckstück bis 23 Kilogramm kostenfrei aufgeben, dabei handelt es sich allerdings offiziell nur um eine Kulanzregel. Diese wird nun verlängert, was für die Flüge nach Nordamerika genauso gilt wie für alle anderen neuen Ziele, bei denen das Gepäck ab sofort im günstigsten Tarif extra kostet.

Wie lange die Ausnahmeregel jedoch noch gilt, bleibt abzuwarten. Auf der Kurz- und Mittelstrecke werden Statuskunden im Lighttarif bereits heute zur Kasse gebeten.



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