Flight Review: London-Los Angeles, Airbus A380-800 in der British Airways Business Class, Dezember 2018


Mein Flug in der British Airways Business Class im Airbus A380 von London Heathrow nach Los Angeles am Heiligabend 2018 im Review

Oslo-Los Angeles im A380 in der British Airways Business Class: Allgemeines

Am Montag, den 24. Dezember 2018, also Heiligabend, flog ich nach meinem Zubringerflug aus Oslo mit der British Airways und einem ausgiebigen Lounge-Besuch in der British Airways Galleries Lounge weiter nach Los Angeles. Die Gesamtkosten für den British Airways Business Class Flug von Oslo über London und zurück betrugen nur knapp 1600 €, diesem Angebot konnte ich nicht widerstehen und buchte es deshalb Anfang Dezemeber über expedia.de ein. Flüge ab Skandinavien in den Premium Klassen sind meist deutlich günstiger als von Deutschland, England oder Frankreich, so hätte ich für den Flug London-Los Angeles-London knapp 2600 € bezahlt, nun zahlte ich knapp 1000 € weniger und musste aber meinen Flug in Oslo antreten und auch wieder beenden. Ihr müsst, wenn ihr ein solches Angebot findet, den Flug auch an dem Startflughafen antreten und dort beenden da sonst eine recht hohe Gebühr für ein sogenanntes „No-Show“ anfallen kann, das heißt Flüge müssen in der Ticketreihenfolge abgeflogen werden wie sie gebucht worden sind, andernfalls verlieren alle weiteren Flüge auf demselben Ticket ihr Gültigkeit und die „No-Show“ Gebühr fällt an.

Darüber hinaus sammelte ich für diese 4 Flüge von Oslo über London nach Los Angeles und zurück auch viele wertvolle Prämien- und Statusmeilen im Privilege Club von Qatar Airways, denn British Airways ist wie Qatar Airways auch Mitglied in der oneworld Flugallianz.

Ich hatte einen 13-Tages Trip nach Los Angeles gebucht, um meine Eltern über die Jahreswende in ihrer neuen Heimat zu besuchen. Im Rahmen dieser Reise ist auch eine Trip-Report Reihe entstanden.

Hier gelangt ihr zur Trip-Report Reihe „Über Weihnachten in Kalifornien“

Die British Airways Galleries Lounge
Das Lounge Review über die BA Galleries Lounge findet ihr in den Lounge Reviews
Der Supervogel: Airbus A380 der British Airways

Oslo-Los Angeles im A380 in der British Airways Business Class: Boarding

Mein British Airways Flug BA 761 aus Oslo ist pünktlich um 9.15 Uhr in London gelandet und so hatte ich knapp 5 Stunden Zeit, welche ich nutzen wollte um in Ruhe die British Airways Lounge zu genießen von der ich viel Positives gehört hatte. Die Zeit verging wie im Flug, ich hatte noch lecker gegessen, ein wenig gearbeitet und dabei die traumhafte Aussicht auf eine der Start- und Landebahnen genossen.

Was für eine traumhafte Aussicht aus der Lounge…
…auf die startenden und landenden Flugzeuge

Gegen 14.25 Uhr machte ich mich auf den Weg in Richtung meines Gates, was ich nach 15 Minuten Fußweg erreichte, London ist riesig und die Distanzen in einem Terminal haben es echt in sich. Das Boarding begann um 14.30 Uhr.

Mein Flug mit dem Airbus A380 schien ausgebucht zu sein, so voll war es am Gate: Menschenmassen warteten darauf den Supervogel betreten zu dürfen. Ihr dürft nicht vergessen das Heiligabend war und ich hätte schwören können dass der Flug nicht ansatzweise ausgebucht ist. Und die erste Einschätzung sollte sich später auch bestätigen: der Flug war restlos ausgebucht! Gott sei Dank flog ich in der Business Class, das sollte mich also nicht stören!

Auf dem Weg zum Gate

Das Boarding verlief, wie man es vom oneworld Mitglied British Airways kennt, sehr ruhig und „gesittet“ ab. Als erstes durften die First Class Gäste sowie alle oneworld Emerald Status Inhaber (Goldmember) an Bord gehen, es folgten die Business Class Gäste und oneworld Sapphire (Silberstatus) Member. Erst danach folgte dann die breite Masse. Reisende mit kleinen Kindern konnten auch mit als Erstes einsteigen, das ist ja fast überall in der Welt so üblich.

So begab ich mich mit dem Hauptschwung der Business Class Gäste an Bord und machte es mir auf meinem Sitz in Reihe 15 gemütlich, leider war es (vorerst) kein Fensterplatz wie ich ihn bei der Buchung reserviert habe, man sagte mir beim Check-IN in Oslo es würde keine Reservierung vorliegen. Das ist der Nachteil wenn man nicht direkt bei der Airline sondern bei einem Flugbuchungsportal wie expedia.de bucht. Dafür war der Flug dort aber knapp 150 € günstiger als bei British Airways direkt. Da ich oneworld Sapphire Member bin sollte es für mich noch eine angenheme Überraschung geben, dazu später mehr.

Der Spruch „Boarding complete“ erfolgte ca. 40 Minuten nachdem ich meinen Sitzplatz eingenommen habe, das Boarding dauert natürlich bei einem restlos ausgebuchten Airbus A380 etwas länger. Geboardet wurde über drei Fluggastbrücken, eine für First- und Business Class Gäste im Main-Deck (also unten), eine für die Economy Class im Main-Deck und eine für die Gäste mit Sitzplätzen in der Business-, Premium Economy- und Economy Class im Upper-Deck.

So konnte das Pushback pünktlich erfolgen und der Kapitän die Triebwerke anlassen.

Mein (1.) Sitz: Platz 15 B
Boarding!!
Blick in die Economy Class im Main-Deck


Oslo-Los Angeles im A380 in der British Airways Business Class: Kabine und Sitz

Die insgesamt 12 Airbus A380-800 von British Airways verfügen jeweils über 469 Sitzplätze in 4 Kabinenklassen: Economy Class (World Traveller), Premium Economy Class (World Traveller Plus), Business Class (Club World) und First Class.

Dabei verteilen sich die Sitze der Kabinenklassen wie folgt:

  • 14 First Class Sitze im Main-Deck
  • 30 Business Class Sitze im Main-Deck und 67 im Upper-Deck
  • 55 Premium Economy Class Sitze im Upper-Deck
  • 79 Economy Class Sitze im Main-Deck und 224 im Upper-Deck
Sitzplan British Airways Airbus A380

Die Sitzaufteilung in der Business Class im Airbus A380 bei British Airways ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. So sitzt ihr auf einigen Plätzen wie in einem Zug entgegengesetzt der Flugrichtung, d.h. ihr fliegt rückwärts (siehe Grafik). Mir macht das nichts aus, ich bekam beim Check-IN in Oslo den Sitzplatz 15 B zugeteilt, einen Gangplatz entgegengesetzt der Flugrichtung. Dieser Sitz befand sich jedoch in der letzten Reihe der Business Class Kabine im Main-Deck in der Nähe der Toiletten, daher fragte ich den Purser beim Servieren des Begrüßungsgetränks ob es möglich sei noch umgesetzt zu werden bzw. ein Upgrade in die First Class zu bekommen weil meine Reservierung im Upper-Deck am Fenster bei der Buchung wohl nicht berücksichtigt wurde. Wo genau der Fehler nun lag, bei expedia oder British Airways, konnte ich nicht beurteilen. Der Purser sagte dass er mein Wunsch prüfen würde und sich rechtzeitig melden würde, ein Upgrade in die First Class sei aber nicht möglich da diese ebenfalls ausgebucht war.

Geschafft: ich sitze

Direkt nach dem Start und dem Erreichen der Reiseflughöhe kam dann der Purser auf mich zu und bot mir einen Fensterplatz in der Reihe 12 an, dieser war noch frei weil der Sitz 12B welcher sich unmittelbar daneben befand defekt war. Das Pärchen, welches diese beiden Plätze reserviert hatte, wollte zusammensitzen und wurde deshalb schon vor dem Take-Off umgesetzt. Als kleine Wiedergutmachung erhielt ich kurz vor der Landung sogar noch einen kleinen Beutel mit 3 Amenity Kitts der First Class (verschiedene Designs) und eine Schachtel Pralinen, das nenne ich einen TOP-Service. Vielen Dank an dieser Stelle an British Airways für diesen tollen Service.

Nun widmen wir uns aber dem Sitz: Den Business Class-Sitz insgesamt bezeichne ich als durchschnittlich gut, es gibt sehr wohl bessere Sitze wie beispielsweise bei Qatar Airways oder den asiatischen Airlines. Es gibt aber auch schlechtere Sitze wie etwa bei Lufthansa oder Swiss.

Der Sitz bietet leider nur begrenzt Ablageflächen und Verstaumöglichkeiten, ich finde so etwas immer sehr wichtig bei einem langen Flug. Der Sitz lässt sich in ein komplett flaches Bett verwandeln, eine Vorrichtung am Ende des Sitzes ermöglicht dies. Diese könnt ihr runter klappen und wenn ihr euren Sitz dann in die Waagerechte stellt schließt dieser bündig mit der Vorrichtung ab und euer Sitz hat sich somit in eine Liegefläche verwandelt. Die Breite sowie die Länge der Liegefläche war gut, auch größere Personen dürften dort keine Probleme bekommen. Die Größe des Monitors liegt im Branchendurchschnitt. Die Positionen des Sitzes verstellt ihr bequem über das Paneel am Sitz, ihr könnt dort auch unter drei voreingestellten Positionen wählen: Take Off / Landing, Relax Modus oder komplett flaches Bett. Das Inflight System bewerte ich als gut, es gibt viele Videos in verschiedenen Sprachen, eine solide Musikauswahl und gut animierte Flugrouten, u.a. aus der Sicht des Flight Decks.

Die Vorrichtung für das Bett
Der Sitz als komplett flaches Bett

Der Monitor: verschiedene Routenansichten sind ein gutes Feature im IFE von BA


Ferner findet ihr am Sitz einen versiegelten Beutel mit Schlafutensilien wie Matratze und Decke. Slipper und einen Pyjama gab es auf diesem Flug leider nicht. Bei diesem Flug handelte es sich ja um einen Tagflug, vielleicht gibt es diese Amenitys auf einem Nachtflug. Darüberhinaus findet ihr an eurem Platz ein kleines Amenity Kit von „The White House“ mit gutem Inhalt und eine Speise- und Getränkekarte. Der Sitz in Verbindung mit der Decke und der Auflage war insgesamt komfortabel und ich konnte einige Stunden entspannt schlafen.

Die Menükarte…
…der Beutel mit den Schlafutensilien von der „White Company“
…und das Amenity Kit, ebenfalls von der „White Company“ und die Noise Cancelling Kofhörer

Oslo-Los Angeles im A380 in der British Airways Business Class: Service, Speisen & Getränke

Als wir unsere Reiseflughöhe erreichten und die Anschnallzeichen erloschen sind begann unverzüglich der erste Service. Vor dem Start gab es ein Willkommensdrink, ich wählte einen Rosé Champagner. Nüsse gab es nicht. Der für mich zuständige Flight Attendant, welches auch gleichzeitig der Purser war, fragte mich nach meinem Essenswunsch und dem Getränk zum Menü. Da Heiligabend war wurde auch ein spezielles Festtagsmenü gereicht, so wählte ich das Kabeljau Filet mit Beilagen und einem Champagner und Orangensaft. Ich trinke zwar ab und zu gerne ein Glas Wein, aber im Flugzeug liebe ich es Champagner zu trinken. Als Vorspeise gab es geräucherten Lachs und Salat und als Dessert wählte ich den Kuchen mit Vanillesauce und eine Frucht Schale. Der Kabeljau kommt leider auf dem Bild nicht wirklich ansehlich zur Geltung, er war leider unfotogen was aber nicht heißt dass es nicht geschmeckt hat, alle Speisen waren vorzüglich. Getränke während des Essens wurden unaufgefordert angeboten und nachgeschenkt, wenn dies gewünscht wurde. Die Flugbegleiter waren sehr feundlich und boten mir sogar einen Nachschlag beim Hauptgang an, dieser war aber so reichhaltig dass ich bereits vor meinem Dessert satt gewesen bin. Dennoch gönnte ich mir natürlich das Dessert, welches hervorragend angerichtet war und auch so geschmeckt hat.

Die Vorspeise…
…der Hauptgang…
…und das Dessert

Nachdem der 1. Service beendet war (dieser dauerte knapp 2 Stunden weil die Business Class ausgebucht war) bestellte ich mir noch einen Kaffee und einen Baileys on the Rocks, bevor ich es mir dann auf meinem „Bett“ gemütlich machte. Da ich in Oslo im Park INN by Radisson Hotel am Morgen bereits um 3.30 Uhr aufgestanden bin war ich nun mittlerweile auch müde und schlief bei Musik bis kurz vor dem 2. Service.

Herrlich…
Der Sitz als komplett flaches Bett in welchem ich sehr gut geschlafen habe
Schlummerdrink: koffeinfreier Kaffee und Baileys
Als ich aufgewacht bin ging langsam die Sonne unter

Zum zweiten Service, welcher knapp 90 Minuten vor der Landung begann, wurde ich behutsam geweckt und gefragt ob ich essen möchte und wenn ja was ich denn als Essenswunsch hätte. Ich wählte das Chicken mit gegrilltem Gemüse und einen Kaffee sowie frischen Orangensaft, auch hier wieder ein tolles Essen sowohl in der Qualität als auch in der Quantität. Wieder wurde mit Getränken durch die Kabine gelaufen und aktiv nachgeschenkt. Sowie ich aufgegessen habe wurde mein Tisch abgeräumt und gefragt ob alles in Ordnung gewesen ist. Was mir besonders bei British Airways aufgefallen ist: es gibt wenige Flugbegleiterinnen, in der Business- und in der First Class waren nur männliche Flugbegleiter im Service, und auch nach der Landung habe ich am Gepäckband noch die gesamte Crew gesehen und unter der gesamten Besatzung waren nur zwei Flugbegleiterinnen. Das kenne ich von anderen Airlines nicht so.

Vorspeise 2. Service
Hauptspeise

Während des gesamten knapp 12-stündigen Fluges konnte man sich zwischen den Services in der Galley, welche sich zwischen der First- und der Business Class befand, an einer Art Snack-Buffet bedienen, dort lagen Schokoriegel und natürlich, wie in England üblich, Chips in verschiedensten Variationen bereit. Getränke wurden frisch zubereitet und an den Platz gebracht. Natürlich konnte man auch über die IFE Bedienung die Flight Attendants an den Platz rufen. Ich bin aber immer froh mal aufzustehen um mir ein wenig die Beine zu vertreten und in der Galley den einen oder anderen Small Talk mit der Crew zu führen.

So verging der Flug wortwörtlich „wie im Flug“ und ehe ich mich versah gingen auch schon die Anschnallzeichen an und der Captain aus dem Flight Deck vermeldete das Verlassen der Reiseflughöhe und den Beginn des „Descends“ auf Los Angeles.

Landeanflug auf LAX

Leider war es gegen 18.45 Uhr Ortszeit in Los Angeles schon dunkel und so konnte ich nur ein paar schlechtere Bilder vom Landeanflug auf LAX machen.

Gegen 19.00 Uhr landeten wir dann weich und gekonnt in Los Angeles und unser Airbus hatte wieder Boden unter dem Fahrwerk. Ein toller Flug neigte sich dem Ende zu, und nun hieß es Abschied nehmen von einem tollen Business Class Produkt und einem noch besseren und hervorragendem Service sowie einer sehr freundlichen und ausgezeichneten Crew.

Willkommen in LAX

Den Rückflug hatte ich auch als British Airways Flug gebucht, durchgeführt werden sollte dieser aber dann von American Airlines in einer Boeing 777-300ER.

Nach dem Öffnen der Tür verabschiedete sich die Crew von uns und wünschten uns ein angenehmes Weihnachtsfest und einen schönen Aufenthalt in Los Angeles bzw. eine gute Weiterreise.

Schlange an der Immigration am Heiligabend




FunTraveller24-Fazit Flug Oslo-Los Angeles im A380 in der British Airways Business Class:

Gesamtfazit: Toller Flug! Der Sitz und die Anordnung im Airbus A380 von British Airways sind zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig und die Kabine wirkt insgesamt ein wenig kühl, dafür ist der Sitz aber gemütlich und komfortabel. Die Ablageflächen am Sitz sind leider zu wenig und das ist leider ein großer Kritikpunkt. Der Service und die Qualität der Speisen und Getränke waren super, die Crew war sehr freundlich und zuvorkommend. Insgesamt ein toller Flug den ich für diesen Preis wieder buchen würde.

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